Zur alten Linde

Bürgerverein „Zur alten Linde" – Dielfen

Die Chronik

Seit mehr als 250 Jahren gibt es die alte Linde in Niederdielfen. Bereits 1775 wird eine Familie Gerhard als Besitzer namentlich erwähnt.
Johannes  Burgmann (geb. 1796) heiratete M. Elisabeth Gerhard (geb. 1804) , ab 1846 führte Johannes Burgmann die "alte Linde" als Schankstätte. Eigentümer: 1846 Johann Burgmann, 1860 Sohn Jakob Burgmann (geb. 1823),

1896 Sohn Johann Jakob Burgmann (geb. 2.9.1852, +9.8.1911)und Ehefrau Emma Burgmann, geb. Saßmannshausen, *8.3.1864 Altenteich, +15.9.1939 Niederdielfen), Sohn Paul Burgmann, (*25.12.1900) und Ehefrau Emma Auguste Völkel(*22.5.1901 in Heiligenborn)


Ab 1944 wurde das Haus verpachtet, 1959 an die Gemeinde Wilnsdorf verkauft und über viele Jahrzehnte von verschiedenen Pächtern und Eigentümern als Dorfgaststätte betrieben. (Fam. Bläser, Fam. Löw, Familie Josef Dinter, Fam. Rolf Müller, Langenbach, Familie Thomas, Ungarn, Fam. Bergatt Fam. Thiemann, ...)

Nachdem der letzte Pächter Anfang 2011 seine Gaststätte schließen musste, stand das Haus über ein Jahr leer.


Ende Juni 2012 ging die Neuigkeit die "alte Linde" wird abgerissen „wie ein Lauffeuer" durch den Ort. Erschrecken und Empörung machten sich breit. Bereits im Mai 2012 war dem jetzigen Eigentümer, der Firma Quast vom Kreis Siegen eine Abbruchgenehmigung erteilt worden, um an dieser Stelle Parkplätze einzurichten.

Nun war Eile angesagt. Um dieses Unglück abzuwenden, trafen sich mehrere interessierte Dielfer Bürger am Sonntag, dem 24. Juni 2012.
Sie besprachen die Lage, führten eine erste Ortsbegehung durch und beschlossen, Mitglieder für einen Bürgerverein zu werben, damit mit deren monatlichen Beiträgen die "alte Linde" von der Firma Quast angemietet werden konnte.
Trotz dieser festen Absicht wurde die Alte Linde drei Tage später vom Stromnetz abgetrennt.

Bereits am 30. Juni 2012 unterschrieben im Rahmen eines Volksbankfestes zur Neugestaltung der Filiale mehr als 200 Bürger ein Begehren zum Erhalt der "alten Linde". Damit war der beabsichtigte Abriss allerdings noch nicht vom Tisch.

Mehrere Gespräche, Telefonate und E-Mails erfolgten in dieser Zeit mit Herrn Quast und Frau Braas von der Immobilienfirma Immo Wert. Neben einer Anmietung wurde von den Bürgern auch ein Ankauf in Erwägung gezogen, was Herr Quast aber ablehnte.

Auf etlichen Sitzungen wurde das weitere Vorgehen besprochen und den sich ständig wechselnden Gegebenheiten angepasst.
Trotz aller Probleme kam es zu einer Einigung des späteren Mietvertrages, und am 22. August 2012 konnte der Schlüssel der "alten Linde" dem Bürgerverein übergeben werden.

Schon am 25. August 2012 startete eine große Säuberungsaktion, die "alte Linde" wurde entrümpelt:
Zwei große Container Abfall, ein komplettes Müllfahrzeug, unzählige Altkleider, sowie ein glücklicher Schrotthändler verließen den Ort.

Ab dem 1. September 2012 begannen die Reinigungsarbeiten in den Räumen des alten Gasthauses, darauf folgten Malerarbeiten innen und an der Außenfassade, alle Arbeiten wurden geleistet von vielen freiwilligen Helfern.
Am 8. September 2012 besuchte der WDR mit einem Filmteam die Renovierungsarbeiten und motivierte mit seinem Fernsehbeitrag die fleißigen Lindenretter.

Bereits drei Wochen später und nach über 500 Arbeitsstunden, zeigte sich die Gaststätte bei der Gründungsversammlung am 19. September 2012 in neuem Glanz.
Über 100 Bürger besuchten die Veranstaltung, sämtliche Medien waren anwesend und berichteten später ausführlich über das Geschehen. Alle Presseberichte lesen Sie hier.

Zu diesem Zeitpunkt hatte der Bürgerverein schon über 400 Mitglieder.
Ende September konnte der Mietvertrag mit Mietbeginn zum 1.10.2012 unterzeichnet werden.

Am 6. Oktober 2012 fand die offizielle Einweihung der "alten Linde" bei vollem Haus statt.
Höhepunkt des Tages war die Neupflanzung einer Linde am alten Platz vor der Gaststätte.


Rasch folgten bereits Vermietungen der Gasträume an interessierte Bürger für Feste aller Art.

 

Im Sommer 2014 erwarb der Bürgerverein die alte Linde für 99 Jahre im Ergbaurecht.

Im Frühjahr 2015 wurde mit dem Anbau begonnen. Es wurde ein behindertengerechter Fahrstuhl errichtet und

in der 1. Etage entsand neben dem Burgmannsaal die Burgmannstube und ein Behinderten - WC.


Zwei Tage in der Woche (Freitag und Samstag) öffnet nun die Gaststätte ihre Tore und freut sich über zahlreiche Besucher und neue Mitglieder.

Vor 1940

 

Spielende Kinder vor der alten Linde

Emma und Paul Burgmann

Gastwirtsehepaar

um 1940

1939   Von links:

 

Gustav Gräb,

Liesel Schneider,

Ernst Flender,

Werner Wildraut,

Gerhard Kneppe,

Helmut Daub,

Fritz Hartmann.

Entwurf W.Kneip, Arch.,Siegen

 

Kamin und Hinterraum

2 Alte Postkarten

 

Gasthof Burgmann

 

 

 

 

 

 

 

 

Jakob Burgmann